S. Maria Maggiore

Die Kirche S. Maria Maggiore wurde auf Veranlassung von Fürstbischof Bernardo Clesio ­ einer der wichtigsten historischen Persönlichkeiten im politisch­religiösen Bereich des 16. Jahrhunderts ­ erbaut und diente für zahlreiche Sitzungen des Tridentiner ökumenischen Konzils. Er beauftragte mit dem Bau den aus Como stammenden Antonio Medaglie. Dieser beendete innerhalb von vier Jahren die Arbeiten (1520-1524) nach dem Modell der Kirche S. Andrea in Mantua, einem Projekt von Leon Battista Alberti. 1900 wurden am Gebälk Umbauarbeiten durchgeführt. Als Baumaterial verwendete man weißen und roten Stein aus den Steinbrüchen von Trento. Auffallend ist, dass die Nordseite Teil ausschließlich aus weißem Kalkstein besteht, da dieser witterungsbeständiger ist. Die Hauptfassade schmückt ein Eingang mit plastisch gestaltetem Bogenlauf im Renaissancestil, wo sich das Portal befindet, 1539 im Auftrag von Fürstbischof Antonio Madruzzo geschaffen. Über dem Portal ein Lünettenbild von Martin Teofilo Polacco, das die Verkündigung darstellt. Das Kircheninnere besteht aus einem einzigen Kirchenschiff mit Tonnengewölbe, ohne Querschiff, und einer Reihe von Seitenkapellen. In ihnen befinden sich Barockaltäre aus Marmor, eine Reihe von Altarbildern und der barocke Sarkophag mit den Reliquien von St. Clemens (vermutlich). Vom historischen Gesichtspunkt aus besonders interessant, sind die Gemälde an der Decke des Tonnengewölbes, die einige Szenen des Konzils wiedergeben sowie die Protagonisten der Gegenreform. Besondere Erwähnung verdienen der Chor und die Orgel. Der Chor, der den nördlichen Teil des Presbyteriums einnimmt, ist ein Meisterwerk der klassischen Kunst. Er besteht aus einer großen Empore mit wunderschönen Basreliefs, getragen von vier feinbearbeiteten Konsolen. Die Orgel wurde hingegen im Jahr 1536 gebaut und erfuhr zahlreiche Restaurierungsarbeiten. Die letzte fand 1953 statt, um die schweren Schäden, verursacht durch den Zweiten Weltkrieg, auszumerzen.

Der Kirchturm, mit seinen 53 m, ist der höchste der Stadt. Er besteht aus weißem Kalkstein, hat zwei elegante romanische dreibogige Fensterordnungen und eine polygonale Kuppel.

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Piazza S. Maria MaggioreTel. 0039.0461.230037Öffnungszeiten: 08.00-12.00 / 14.30-18.00

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